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“3, 2, 1, Tassen hoch” hört man adH des Öfteren. Doch woher kommt uns diese zelebrierende Art des Herunterzählens zu einem sehnlichst erwarteten Zeitpunkt bekannt vor? Richtig - von Raketenstarts. Die passieren leider nicht hier in Deutschland, allerdings werden die Satelliten, die ins All transportiert werden, teilweise aus Darmstadt gesteuert. Wo? Im ESOC - dem European Space Operations Center - einem Teil der ESA. Dorthin verschlug es eine 16-köpfige Truppe der ATV Darmstadt am Freitag, den 06. Februar im Rahmen eines Aktivenabends. Obwohl der Name eigentlich einen aktiven Status der Teilnehmer vermuten lässt, waren auch einige ADAH anzutreffen. Wahrscheinlich, weil sie bei der ersten Mondlandung auch schon mitgefiebert hatten und jetzt endlich ein Kontrollzentrum von innen sehen konnten. In einer 90-minütigen Tour zeigte uns eine ESA-Enthusiastin der Stadt Darmstadt das Gelände des ESOC, das voll von echten Modellen echter Satelliten war. Obwohl diese lehrsamen Minuten unsere Allgemeinbildung sehr weitergebracht haben, u.A. was den geostationären Orbit, die unterschiedlichen Höhen der Satellitenbahnen oder die allgemeinen Prozesse der ESA betrifft, war das Highlight doch das Kontrollzentrum, von dem aus die Starts von satellitenbeladenen Raketen kontrolliert werden. Dort ist alles aufgebaut, wie wir es aus Filmen kennen, und die Ernsthaftigkeit raubt einem den Atem. Leider war das Kontrollzentrum nicht besetzt, da der letzte kontrollierte Start ein paar Monate in der Vergangenheit lag. Im Gegensatz zu den angrenzenden Büroräumen, wo die Mitarbeiter des ESOC ihre Sinne u.A. bei Computerspielen geschärft hielten.
Nach der interessanten Führung ging es über zum noch bedeutenderen Teil des Abends: Chillen, Grillen, Kasten Killen bei Nogger, gleich um die Ecke. Danke an dieser Stelle für Speis, Trank und gute Stimmung, es war uns ein Fest! Zur Abwechslung gab es statt Oettinger ein naturtrübes Bio-Bier, das mit vollmundigen Fassnoten im Abgang überzeugte, sowie eine vorzügliche Bratwurst im Brötchen, die ihresgleichen sucht. Abgerundet von einer gut bemessenen Portion Tiramisu von Andrea war das Festmahl komplett, fast so, als hätten wir es uns mit einem Raketenstart selbst verdient. Während der kurzen Phasen ohne Essen wurde u.A. ein Quartett mit Thema “Apfelweinkneipen” zum Spielen genutzt, das die südhessischen Schoppenschänken nach Kriterien wie “größtes Bembel”, “Gewicht des Rippchens” und “Entfernung zur Frau Rauscher” bewertet. Trotz des ohnehin schon vollen Tages, dessen Programm am Vorabend des Hauseinsatzes und der Abkneipe stattfand, trafen die heimkehrenden Hausbewohner noch eine Geburtstagsparty eines neuen Fuxen an und wurden, ausnahmsweise mal vor allem im Neubau, noch etwas des Schlafes beraubt. Canyon Z! Kommentare sind geschlossen.
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Es sind noch
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