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Wie immer begann auch dieser Hauseinsatz, der letzte des Wintersemesters 25/26, mit einem reichhaltigen Frühstück, zu dem man besser pünktlich erscheinen sollte, sofern man nicht übermäßig motiviert davon träumt, Siphons zu reinigen. Glücklicherweise musste niemand dazu gezwungen werden, dies gegen seinen Willen zu tun, denn es gab mehr als genug Freiwillige, die sich diesmal von der Gemeinschaft mit lauter Musik und freundschaftlichem Klopfen mit geballter Faust gegen die Zimmertüre wecken lassen wollten, um so ihre Bereitschaft dazu zu signalisieren. Nachdem alle wach und halbwegs munter gemeinsam am Frühstückstisch saßen, stimmten wir unser traditionelles Tischgebet (Piep, piep, piep, …) an und genossen ein feines Sonntagsbuffet am Samstag.
Noch bevor die letzten satt und gestärkt waren, verkündete Zeppelean die anstehenden Aufgaben und teilte sie Teams zu, deren Arbeitsmoral als gesichert gelten durfte. Es folgte ein Altbau vs. Neubau Wettkampfaufräumen, wobei das Küchenteam, bestehend aus Fizzy (Altbau) und Simon (Neubau), als unparteiische Schiedsrichter fungierte, um den Gewinner zu ermitteln. Es kam zu einem ernüchternden Patt. Liegestützen für alle. Nach einer kurzen Nachbesprechung ging es in den kleinen Teams ans Aufräumen, Putzen, Abreißen und Bauen. Da am selben Abend die Philistrierungskneipe unseres Verbindungsbruders Barafast stattfand, galt es besonders, das Haus zum Glänzen zu bringen. Zwei Fliesen, die während der letzten großen Party infolge eines unglücklichen Zusammentreffens von Gasflasche und Treppe ihren Halt verloren hatten und in Stücken die Stufen hinabbröselten, wurden erneuert. Dieser Arbeitsschritt trug zwar weniger zum unmittelbaren Glanz des Hauses bei, dafür jedoch erheblich zur allgemeinen Staubentwicklung. Pünktlich zum Mittagessen fanden auch unsere freiwilligen Externen DieMaria und Rohra den Weg adH. Leider waren die Siphons bereits erledigt. Beide unterstützten uns dafür tatkräftig dort, wo Hilfe benötigt wurde. DieMaria sprang zwischen verschiedenen Baustellen umher und Rohra half mit Vivelle, die wohl inzwischen auch den Weg aus dem Bett gefunden hatte, in der Küche. Zur Stärkung gab es mittags leckeren Döner, selbstverständlich auch mit veganer Alternative (unter strenger Bewachung durch Vivelle), sodass danach mit neuer Energie weitergearbeitet werden konnte. Im Fahrradkeller wurde von Vigin, unserem tatkräftigen Gast und ehemaligen Hausbewohner, gründlich entmüllt und entstaubt, ein denkbar ungünstiger Tag für einen Besuch adH. Avantika, die diessemestrige Bierwärtin, kümmerte sich darum, dass die Bar am Abend funktionierte, und Igor, unser tatkräftiger IT Experte, reparierte das Licht in der Sauna und im Gym, sodass wir nun wieder bei romantischer Beleuchtung schwitzen können. Ebenso kümmerten sich unsere alteingesessenen Aktiven Matt und Canyon um das Sortieren des Dachbodens, auf dem noch immer Überreste des Nikolausfestes wahllos herumlagen. Zeppelean baute außerdem ein Badregal für die neuen Duschen im Neubau, das für jeden Neubau Bewohner ein eigenes beschriftetes Körbchen bereithält. Dieses kann während des Duschens an die Wand gehängt und danach wieder mit hinausgenommen und im Vorraum an seinen Platz zurückgestellt werden. Ordnung und saubere Duschen für alle. Diese Arbeiten, ebenso wie das Ersetzen des Saunalichts und das Erneuern der Fliesen, stellten diesmal die einzigen wirklichen Neuerungen dar. Ansonsten wurde der Hauseinsatz vor allem als große Aufräumaktion genutzt, um Klarschiff zu machen und dabei, wie immer, in gewissem Maße herumzualbern. Ich denke, jeder hatte Spaß, und alle haben ihren Teil dazu beigetragen, einen gelungenen Tag zu erleben und zu ermöglichen, der mit der Kneipe am Abend einen schönen Abschluss fand. Da einige Hausbewohner tagsüber leider nicht dabei sein konnten, blieb glücklicherweise noch genügend Potenzial für Nachaufgaben. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten. Einer der frisch gereinigten Siphons, die zuvor einwandfrei funktioniert hatten, war nach der ersten Dusche plötzlich vollständig verstopft, sodass das Wasser seinen Weg eher über den Altbauflur als durch den Abfluss fand. Das war weniger schlimm als vielmehr ein Anlass zum Schmunzeln, denn Suzan erklärte sich glücklicherweise sofort bereit, das Dilemma zu lösen, und brachte die Dusche schnell wieder zum Laufen, beziehungsweise zum Ablaufen. Dabei stellte sich die Frage, ob die morgendliche Motivation zur Siphonreinigung möglicherweise fehlinterpretiert worden war. Dem werden wir beim nächsten Mal auf den Grund gehen. Zeppelean Z! Kommentare sind geschlossen.
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Es sind noch
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